Ich kann nicht mehr! Und jetzt?

Gerade unter Führungskräften ist das Impostor- oder Hochstapler-Syndrom weit verbreitet. Irgendwann frisst einem die Angst vor dem Auffliegen auf, man hat einen Burnout und muss sich selbst eingestehen: Ich kann nicht mehr!

Stimmt´s? Zuerst meldete sich Ihre innere Stimme selten und leise. Dann wurde sie immer lauter und irgendwann schrie sie laut: Ich kann nicht mehr! Meist ist es ein schleichender Prozess bis man an den Punkt kommt, an dem nichts mehr geht.

Wenn Sie jetzt an diesem Punkt sind, haben sie vielleicht schon über längere Zeit nicht mehr auf Ihre innere Stimme gehört. Wahrscheinlich sind sie mit ihrer persönlichen oder beruflichen Situation völlig unzufrieden. Sie haben sich alles gegeben und habe doch das Gefühl, dass Ihre Leistungen noch besser sein müssten. Sie suchen krampfhaft nach einer Lösung, wie Sie dem Hamsterrad entrinnen können.

Oft sind es Führungskräfte, die sich völlig verausgabt haben und dann an dem Punkt stehen, an dem nichts mehr geht.

Eine mögliche Ursache könnte das sogenannte Impostor-Syndrom sein. Dieses Phänomen ist weiter verbreitet, als Sie vielleicht denken. In aktuellen Studien wurde festgestellt, dass nahezu 50 % unter Führungskräften davon betroffen sind. Das Hochstapler-Selbstkonzept ist in den letzten Jahren zunehmend bekannter geworden. Häufig sind Führungskräfte davon betroffen, die schon seit ihrer Kindheit unter massiven Selbstzweifel leiden. Obwohl diese Menschen objektiv hervorragende Leistungen bringen, sind sie subjektiv davon überzeugt ihre Erfolge nicht verdient zu haben. Sie befürchten ständig als Hochstapler entlarvt zu werden.

Die eigenen Erfolge werden dem Glück oder Zufall zugeschrieben. Wenn etwas schiefgeht oder Fehler passieren, dann ist schnell das eigene Unvermögen als Ursache ausgemacht. Mit jedem Fehler sinkt dann das ohnehin schon geringe Selbstwertgefühl immer weiter ab. Irgendwann bricht dann die selbst geschaffenen „heile Welt“ zusammen. Am Ende steht dann die Aussage: „Ich kann nicht mehr“…ausgebrannt und auf dem besten Weg in eine Depression oder zum Burnout.

Führungskräfte gehen häufig über ihre Belastungsgrenzen hinaus, nur um zu vermeiden, als scheinbarer Hochstapler enttarnt zu werden

Wenn Sie vielleicht jetzt an dem Punkt stehen und sich selbst eingestehen: „Ich kann nicht mehr“, dann läuft bereits seit längerer Zeit etwas gründlich daneben. Aber die Aussage „Ich kann nicht mehr“ hat auf jeden Fall einen endgültigen Charakter. Sie sind an einem Punkt angelangt, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Sie dürfen, oder besser, Sie müssen jetzt etwas in ihrem Leben ändern. Auch wenn Ihre Zweifel noch so groß sind, es ist notwendig sofort einen Schlussstrich zu ziehen und einen neuen Weg zu gehen. Sie sind ein wertvoller Mensch!

Stellen sie sich ab sofort selbst in den Mittelpunkt Ihres Lebens

Sie haben lange genug versucht die Erwartung andere Menschen zu erfüllen. Nutzen Sie die Chance für tiefgreifende Veränderungen, die Ihnen das Leben hier und jetzt bietet. Werden Sie zum Schöpfer ihrer eigenen Welt. Sie können sicher sein, dass bereits alles für eine glückliches und erfülltes Leben in Ihnen vorhanden ist.

Wenn Führungskräfte unter dem Impostor- bzw. Hochstapler-Syndrom leiden, dann sind immer wieder auch einmal Gedanken wie „ich kann nicht mehr“ an der Tagesordnung.

Vermeiden Sie auf jeden Fall sich selbst für die Situation zu kritisieren oder das Ganze gar als persönliches Versagen zu interpretieren. Machen Sie sich bewusst, dass Sie bereits in der Vergangenheit immer ihr Bestes gegeben haben. Und das war häufig mehr als gut genug!

Fangen sie einfach an und geben Ihrem Leben eine neue Richtung. Schreiben Sie ein Erfolgstagebuch. In dieses Büchlein können Sie alle Erfolge ihres bisherigen Lebens eintragen. Sie werden erstaunt sein wie viele Punkte Sie zu Papier bringen werden. In schwachen Stunden, in denen sie wieder ihren Selbstzweifel verfallen, können Sie dieses Büchlein nutzen, um sich ihre Erfolge wieder bewusst zu machen. Auf diese Weise können Sie sich schnell wieder in einen positiven Zustand versetzen.

Üben Sie sich in Eigenliebe und Selbstakzeptanz. Das ist der Schlüssel für ein glückliches und erfülltes Leben. Suchen sie das Gespräch mit Menschen, die Sie so akzeptieren wie Sie sind. Machen Sie öfter mal Pausen und gehen raus in die Natur. Der Wald ist ein wunderbarer Ort, um neue Kraft und frische Energie zu tanken. Vor allem werden Sie sich darüber klar und bewusst, dass Sie nur ihre eigenen Erwartungen erfüllen können.

Möglicherweise ist ein Coaching, in dem Sie sich selbst und Ihr wahres Potential bewusst erkennen, eine gute Lösung. So können Sie ein gesundes Selbstbewusstsein aufbauen und das Selbstvertrauen und die Selbstsicherheit zu steigern. Auf diesem Weg verschwinden auch Ihre Selbstzweifel und mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie nie mehr in Ihrem Leben an den Punkt kommen, wo Sie sagen: Ich kann nicht mehr!

Depressiv? Hier bekommen Sie umgehend Hilfe! Wenn Sie depressiv sind, Suizid-Gedanken haben, dann kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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